Seit vielen Jahren wird über die Nutzung des Nothafens „Darßer Ort“ im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sowie mögliche Alternativen diskutiert. Trotz einiger vielversprechender Projekte konnte bisher kein Ersatzhafen für den bestehenden Nothafen realisiert werden.

Nachdem die Realisierbarkeit eines kleinen Inselhafens – konzipiert als Ersatzhafen für den Nothafen „Darßer Ort“ - vor Prerow und Zingst mit einer Machbarkeits-/Variantenuntersuchung nachgewiesen wurde, hat sich die Landesregierung mit einem Koalitionsbeschluss für einen vom Land finanzierten Inselhafen ausgesprochen. Alle demokratischen Parteien des Landtages (SPD, CDU, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen) haben 2015 beschlossen, die Landesregierung bei der Errichtung eines Ersatzhafens zu unterstützen. Mit diesen Beschlüssen sowie einem Kabinettsbeschluss, in dem Zuständigkeiten und Fragen zur Finanzierung und zum Betrieb geregelt sind, ruht das Vorhaben auf einer soliden Grundlage.

Die landseitige Anbindung des Inselhafens soll über die Seebrücke Prerow erfolgen. Im Rahmen eines Bürgerentscheids haben die Bürgerinnen und Bürger Prerows entschieden, dem Land M-V die Seebrücke Prerow als „Zuwegung und zum Anbau zur Verfügung“ zu stellen. Zwischen dem Land M-V und der Gemeinde Ostseebad Prerow wurde eine Vereinbarung zum Umbau, zur Erweiterung und zur Nutzung der bestehenden Seebrücke für das Vorhaben geschlossen.

Der Inselhafen Prerow soll auf Grundlage eines gemeinsam mit der Gemeinde geführten Planungs-/Abstimmungsprozesses realisiert werden. In Abstimmung mit der Gemeinde sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die zur Verbesserung der örtlichen touristischen Infrastruktur beitragen und in direktem Zusammenhang mit dem Inselhafen oder der landseitigen Anbindung stehen. Bestandteil des Vorhabens ist zudem der Rückbau des bestehenden Nothafens Darßer Ort, der nach Inbetriebnahme des Inselhafens geschlossen wird.
Um die Anforderungen des Landes MV, der Gemeinde und der späteren Nutzer des Inselhafens/der Seebrücke berücksichtigen zu können, ist eine intensive Mitwirkung von Vertretern der Gemeinde und von potentiellen Nutzern am Planungsprozess erforderlich. Ziel ist es, im Jahr 2020 einen Inselhafen an seine Nutzer zu übergeben, der – neben der Funktion als Nothafen - möglichst viele Interessen berücksichtigt und neue Impulse für die weitere touristische Entwicklung Prerows setzt.
Das Projekt wird von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
Sofern Sie Fragen, Hinweise oder Anmerkungen haben, können Sie diese gerne an info@inselhafen-prerow.de senden. Die Gemeinde Ostseebad Prerow steht ebenfalls für Fragen zur Verfügung.